Sonntag, 15. Februar 2026

FreeCAD-CAM-Workbench

 Jetzt beginnen wir mit dem Aufbau des CNC-Programms.

  1. Den Körper auswählen.
    dann Auftrag erstellen anwählen und im anschliessenden Fenster OK klicken.


  2. Nun öffnet folgendes Fenster:

    Hier definieren wir die Grundlagen, auf denen dann das CNC-Programm erstellt wird.
    Im Reiter "Allgemein" können wir dem Auftrag eine Bezeichnung zuweisen und zum Beispiel eine Beschreibung anfügen. Wir belassen es aber bei den Vorgaben und gehen weiter zum Reiter "Ausgabe". Hier definieren wir unter 'Ausgabedatei' den Pfad, wo das Programmfile hin geschrieben werden soll.
    Unter Prozessor legen wir den Postprozessor fest, der am besten zum  Maschinentyp passt. Das ist nun etwas knifflig, da man schon etwas über die Mascine selbst wissen muss. Vielleicht müsst ihr halt erst mal testen was am besten passt oder noch besser, beim Hersteller anfragen.
    Ich wähle 'linuxcnc' weil der am standard-Iso-code am nächsten kommt.
    Das Feld Argumente leer lassen, ausser ihr wisst, welche Argumete euer Postprozessor sonst noch benötigt.
    Unter "Einrichtung" lässt Ihr das Feld 'Materialkörper wie es ist. Für das Feld 'Ausrichtung' wählt Ihr den Punkt am Bauteil, den Ihr als Nullpunkt definieren wollt und wählt dann 'Ursprung festlegen'. Bei mir ist das der obere, vordere, linke Eckpunkt.
    Jetzt weiter zum Reiter "Werkzeuge". Hier legen wir nun die zu benutzenden Werkzeuge fest mit 'Hinzufügen' und 'Entfernen'. Mit 'Bearbeiten' legen wir die Vorschubgeschwindigkeit und die Drehzahl fest. Dazu müsst ihr erst das Werkzeug auswählen und dann auf 'Bearbeiten' klicken. Hier müsst Ihr euch nach der Maschine richten. Meine Fräsmaschine erlaubt eine stufenweise Einstellung der Drehzahl bis maximal 4000Umin. Was für Alu und dem Durchmesser meines Werkzeuges eigentlich noch zu gering ist. Für den Vorschub muss ich also mit dem Wert 'fz' und der Drehzahl ausrechnen wie hoch der Vorschub sein muss. In meinem Fall sieht das so aus:
    4000Umin mal 0.065mm mal 4Zähne gibt 1040mm/min.
    Die restliche Reiter 'Arbeitsplan' und 'Standardwerte...' lassen wir so stehen wie sie sind.
    Ok. klicken.

  3. Nun wählen wir unsere erste Operation aus:



  4. In dieser legen wir fest, welches Werkzeug verwendet werden soll

PowerPlate Reparatur

Heute mal was anderes.
Ich habe die Kunststoff-Standplatte einer "PowerPlate" repariert.
Grund: ausgerissene Schrauben.
Leider wurden die im Kunststoff eingelassenen Schrauben mit zunehmendem Alter des Kunststoffes langsam ausgeschlagen und der Kunststoff ist gerissen. Die Platte hatte beim Benutzen, arg gescheppert, was sehr störend war.


 

Daraufhin habe ich versucht mit einem Händler für eine Ersatzplatte in Kontakt zu treten. Leider hatte keiner wirklich Interesse. So habe ich die Sache selbst in die Hand genommen, die Platte abmontiert. Erstreparatur erfolglos mit Spezialkleber versucht und danach an den richtigen Stellen, Ø36mm Löcher ausgefräst und so die Kunststofffutter für die Schrauben komplett entfernt.
Aus Aluminium habe ich Einsteckzapfen mit einem M10-Innengewinde gedreht, und den ganzen Spass wieder erfolgreich zusammen geschraubt.


Ich meine, das Ergebnis lässt sich sehen!


Montag, 6. Oktober 2025

Die Welle live

Wir sehen und erleben jetzt live wie Faschismus und Autokratie entsteht. Analog zum Experiment von 1967 in einer Schule in Palo Alto.


Das Experiment „Die Welle“ („The Wave“) wurde 1967 an der Cubberley High School in Palo Alto, Kalifornien (USA) durchgeführt.

Der Geschichtslehrer Ron Jones wollte seiner Klasse demonstrieren, wie leicht sich Menschen autoritären Bewegungen anschließen lassen. Das Experiment dauerte nur wenige Tage, da sich die Schüler überraschend stark der fiktiven Bewegung „The Wave“ unterordneten.

Später wurde die Geschichte durch das Buch „Die Welle“ (1981, Morton Rhue alias Todd Strasser) und mehrere Filme (u. a. „Die Welle“, Deutschland 2008) weltweit bekannt.


Und genau das macht mir Angst. Niemand scheint sich Trump in den Weg zu stellen und Ihn in die Schranken zu weisen. Jeder fürchtet Trump und genau darauf baut er seine Herrschaft auf. 

Dienstag, 16. September 2025

Postprozessor für FreeCAD 1.0.2 CAM Workbench

 Postprozessor für FreeCAD 1.0.2 CAM Workbench

Hier zwei Postprozessorvarianten zur Erzeugung von NC-Code für Heidenhain TNC355 Steuerung.
In meinem Fall für eine alte Mikron WF31 CNC Fräsmaschine. Verwendetes Betriebssystem: Windows10.
Disclaimer: Nutzung auf eigene Verantwortung. Jegliche Haftung wird abgelehnt
Seien sie Vorsichtig bei mindestens den ersten 10 erstellten Programmen. 
Führen Sie erst eine grafische Simulation auf der Maschine durch.
Prüfen Sie erst mit genügend Abstand zum Teil, ob die CNC genau das tut was sie erwarten programmiert zu haben.


Beschreibung zur Integration finden sie hier: www.blogger.com/blog/post/edit/3623494934673162608/3561548762124125842

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1.) Variante Monobloc
      Heidenhain_TNC355_V20_post.py

Nach dem Durchlaufen des Postprozessors finden sie zusätzlich eine Werkzeugtabelle.csv in C:\Temp
Dieser Pfad kann im Postprozessor angepasst werden, falls die Dateistruktur anders ist als in Standard Windows10.

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2.) Variante Modular
      https://github.com/michaelgasser-lgtm/postprocessor-tnc355/releases/tag/v0.1.6  

Nach dem Download, das Zip-File in euren "Postprozessor-Ordner" entpacken und darauf achten, dass alle Dateien im selben Ordner liegen wie auch die Datei tnc355_post.py und der Pfad in den Einstellungen des CAM-Moduls auf den letzten Ordner zeigt wo das tnc355_post.py liegt.

Nach dem Durchlaufen des Postprozessors finden sie zusätzlich eine Werkzeugtabelle.csv im selben Ordner wie das CNC-Programm.
Dieser Pfad wird in FreeCad im Job mitgegeben und sollte nach Bedarf angepasst werden.



Montag, 15. September 2025

FreeCAD CAM Workbench; Postprozessor Dateipfad anpassen

Wenn Sie auf Windows, die Software FreeCAD installiert haben, aber keine Schreibrechte für den Programmordner besitzen, ist es kaum möglich einen selbst geschriebenen Postprozessor zu nutzen.
Hier erfahren Sie wie es trotzdem geht.


  1. Freecad 1.0.2 öffnen.
  2. Workbench "CAM" aktivieren.
  3. Im Menu auf "Bearbeiten" klicken, dann "Einstellungen" auswählen.
  4. Im neuen Fenster links,  "CAM" klicken und "Auftragseinstellungen" auswählen.
  5. Unter "Allgemein" ist dann der Standardwert im Feld 'Pfad' einzustellen. Dazu können Sie rechts die drei Pünktchen nutzen um durch Ihre Ordnerstruktur zu browsen um den Gewünschten Ordner auszuwählen.
  6. Dann "OK" drücken und FreeCAD neu starten.
Jetzt können Sie alle neuen Postprozessoren genau in diesen Ordner kopieren.

Hier finden Sie meinen selbst gebauten Postprozessor für Heidenhain TNC355

Am selben Ort, aber unter "Nachbearbeitungsprogramm" im Feld 'Standardpfad' wird der Pfad für die Ausgabedatei inkl. Dateinamen und gewünschte Endung eingetragen. Das CNC-Programm wird dann genau dahin geschrieben, mit exakt diesem Namen. Eine allfällig gleichnamige Datei wird überschrieben.

Im Feld Prozessorauswahl könnt Ihr unerwünschte Prozessoren deaktivieren, so werden dieselben, in der CAM-Workbench, nicht mehr zur Auswahl stehen.

Samstag, 6. September 2025

FreeCAD1.0.2-CAM-Workbench vorbereiten

 

Folgender Blog legt voraus, dass Ihr FreeCAD 1.0.2 nutzt.

Wenn ihr in FreeCAD, mit der Workbench CAM ein CNCProgramm erstellen wollt, müsst ihr folgendermassen vorgehen:


  1. Workbench "CAM" öffnen. (früher hiess sie "Path")


  2. Beim ersten mal Ausführen empfiehlt es sich, erst eine Werkzeugdatenbank anzulegen.
    hierfür wählt ihr im Menu "CAM" den Punkt "Werkzeugbibliothek Editor"

    Beim ersten mal müsst ihr neue Pfade setzen und die notwendigen skripts automatisch installieren lassen. Also einfach mal alle Fragen die auftauchen mit OK bestätigen. Oder ihr setzt im Dialog die Pfade auf eure gewünschte Pfad-Position auf eurem PC.

  3. Im folgenden Fenster sind alle automatisch erstellten Werkzeuge, als Beispiel in englischer Sprache enthalten und bereits nutzbar.

    Wir erstellen nun mit dem mittleren Button auf der linken Seite eine neue Bibliothek. Im folgenden Fenster könnt Ihr der Bibliothek einen beliebigen Namen zuweisen und dann speichern.

  4. Es wurde nun eine neue, leere Datei erstellt. in meinem Fall hab ich die Bibliothek, "MeineWerkzeuge" getauft. 

    Nun klickt ihr auf "Werkzeug erstellen"

     Hier wählt ihr die Grundform eures Werkzeuges aus. In meinem Fall "End mill".
    • Bullnose → Schaftfräser mit Eckradius / Eckradiusfräser
    • Ball end → Kugelfräser / Kugelkopf­fräser
    • Chamfer → Fasenfräser
    • Dovetail → Schwalbenschwanzfräser
    • Drill → Bohrer
    • End mill → Schaftfräser
    • Probe → Taster / Messtaster (für Werkzeugmaschine)
    • Slitting saw → Trennscheibenfräser / Schlitzfräser
    • Thread mill → Gewindefräser
    • V-bit → V-Fräser / Gravierfräser (konisch, spitz)

  5. Im folgenden Fenster könnt Ihr dem Werkzeug einen, euch genehmen Namen, mit Erkennungswert geben und speichern.

  6. Euer Werkzeug ist angelegt, aber noch nicht fertig konfiguriert. Nun macht ihr einen Doppelklick auf das Werkzeug.


    Es öffnet sich folgendes Fenster:


    Hier tragt ihr noch die notwendigen Daten ein wie die Schneidenhöhe, den Fräsdurchmesser, die Fräsergesamtlänge, und den Schaftdurchmesser.
    Unter dem Reiter "Attribute" legt ihr noch die Chipload (Vorschub pro Zahn 'fz') die Anzahl schneiden und das Grundmaterial des Fräsers fest.

  7. Diese Schritte wiederholt ihr nun beliebig oft, bis Ihr euren Werkzeugsatz zusammen habt.