Donnerstag, 18. Dezember 2014

Leistungsschutzrecht ist ein Eigentor

Hallo lieber Leser

Der Titel dieses Posts ist Programm – zumindest dann, wenn das Leistungsschutzrecht so ausgelegt wird, dass bereits das Verlinken kostenpflichtig werden soll. Denn genau die Verlinkung ist eines der zentralen Erfolgsprinzipien des Internets.

Was ist das Problem?

Google und ähnliche Dienste zeigen in der Regel nur kurze Ausschnitte von Inhalten an. Sie ersetzen keine Artikel, sondern lenken Nutzer gezielt auf die Seiten der Verlage weiter. Damit liefern sie letztlich kostenlosen Traffic.

Wenn man dafür Geld verlangt, ohne eine echte Gegenleistung zu bieten, kann das schnell nach hinten losgehen.

Beispiel Spanien

Spanien hat genau diesen Weg eingeschlagen. Die Folge:
Google stellte Google News in Spanien ein.

Die Konsequenzen waren absehbar:

  • weniger Besucher auf Nachrichtenseiten
  • besonders kleinere Verlage verloren Reichweite
Ein klassisches Eigentor.

Der eigentliche Denkfehler

Das Leistungsschutzrecht setzt an der falschen Stelle an.
Es versucht, Einnahmen über Regulierung zu erzwingen, statt das Geschäftsmodell an die Realität des Internets anzupassen.

Das Internet funktioniert nun mal über:

  • Auffindbarkeit
  • Verlinkung
  • Reichweite

Wer diese Mechanismen einschränkt, schwächt sich selbst.

Was wäre sinnvoller?

Statt neue Gesetze zu forcieren, wäre ein anderer Ansatz naheliegend:

  • einfache, zentrale Bezahlsysteme
  • Micropayments für einzelne Artikel
  • keine Pflicht, überall separate Accounts zu erstellen

Warum nicht gemeinsam mit Plattformen Lösungen entwickeln, statt gegeneinander zu arbeiten?

Fazit

Das Leistungsschutzrecht löst kein Problem – es verschiebt es nur.
Im schlimmsten Fall reduziert es sogar die Sichtbarkeit der Inhalte, die es eigentlich schützen soll.

Vielleicht wäre es sinnvoller, weniger Energie in Lobbyarbeit und mehr in tragfähige digitale Konzepte zu investieren.

Das Unverständnis bringen auch die Userkommentare im Beitrag von Spiegel.de zum Ausdruck.
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/google-news-in-spanien-abgeschaltet-kein-geld-fuer-verlage-a-1009027.html

In der Schweiz schreien auch viele nach einem ähnlichen Gesetz. Darüber habe ich auch schon geschrieben Blog vom 3.12.12.

Das Internet existiert seit Jahrzehnten. Dennoch tun sich viele Medienunternehmen schwer, funktionierende digitale Geschäftsmodelle zu etablieren.

Ein möglicher Ansatz wäre, stärker mit Plattformen wie Google zusammenzuarbeiten, statt primär auf regulatorische Lösungen zu setzen. Ziel müsste es sein, Modelle zu entwickeln, die sowohl Reichweite als auch Monetarisierung berücksichtigen.

Gerade in der Schweiz könnten Akteure wie Ringier oder Tamedia gemeinsam mit dem Branchenverband Schweizer Medien eine koordinierte Lösung vorantreiben.

Ein denkbares Modell wäre eine Weiterentwicklung des klassischen Kiosk-Prinzips:

  • einzelne Artikel gegen kleine Beträge verfügbar
  • einfache, zentrale Zahlungsabwicklung
  • ergänzend transparente Bewertungssysteme für Inhalte

Damit könnte ein Leser vorab besser einschätzen, ob sich ein kostenpflichtiger Artikel lohnt.

Aus Nutzersicht ist das entscheidend. Niemand möchte für Inhalte bezahlen, die letztlich nicht mehr Substanz bieten als eine reißerische Überschrift. In solchen Fällen ist der wahrgenommene Gegenwert schlicht zu gering.

In diesem Sinne kann man nur an Medienunternehmen wie Ringier und Tamedia appellieren, gemeinsam mit Plattformen wie Google tragfähige Lösungen zu entwickeln.

Mit dem Verband Schweizer Medien http://www.schweizermedien.ch wären die Voraussetzungen dafür eigentlich bereits vorhanden.

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Tante Emma Laden! Die schweizer Post.

Hallo Welt

http://www.20min.ch/finance/news/story/Post-verkauft-Samsung-TV-fuer-259-statt-fuer-2059-Fr-23254249
Warum verkauft die Post überhaupt Fernseher?!
Warum verkauft die Post Kioskartikel?!
Warum verkauft die Post Videos?!
Warum verkauft die Post Leuchtmittel (Birnen, usw.)?!
Das sie Papier, Pakete, Kuverts und Schreibmittel verkaufen, kann ich noch nachvollziehen. Sie möchten ja den Kunden unterstützen, ihre Dienstleistungen zu nutzen. Übermittlung von Briefen und Paketen, eben den altbekannten, seit Jahrhunderten bewährten, zuverlässigen und sicheren Postservice.
Warum sie jetzt noch, weiss der Geier was alles verkaufen wollen, ist mir schleierhaft.
Ich brauch das ja nicht zu verstehen. Mich stört es einfach, wenn ein "Wartebänkli" einem Bücher bzw. Videoregal und dergleichen weichen muss.
Sie könnten ja den Mediamarkt übernehmen und dafür die Poststellen vom Kiosk-, Video- und Lampenshopzeug usw. befreien. Dann hätten sie meiner Meinung nach ihren Strategiewechsel wenigsten sauber von ihrem eigentlichen Kerngeschäft getrennt.
Na ja offensichtlich sind die neuen Geschäfte rentabel, ansonsten wäre dieses "neue Mödeli" ja wieder verschwunden.

Ich wünsche allen Lesern noch einen schönen Tag.

Dienstag, 9. Dezember 2014

Nachrichten vom 9.12.14 Girod vs. Wasserfallen

Hallo Schweiz

Hier haben dem Bastien Girod schlagkräftig Argumente gefehlt.
Von Chr. Wasserfallen wurden Schadenersatzforderungen seitens der AKW-Betreiber angesprochen. Und er vertrat die Meinung, "So lange die Sicherheit gewährleistet ist.....".
Meine Fragen zu diesen Punkten:
  1. Was für Schadenersatzforderungen?! Wofür?!
  2. Ab wann ist ein AKW nicht mehr sicher?! Erst wenn der Schaden eingetreten ist?!
Zu 1.)
  • Ich finde das eine Frechheit (Wenn es das ist was ich meine), noch Schadenersatz zu verlangen weil sie abgeschaltet werden müssen. Sie wussten, das sie schon längst mal abgeschaltet werden sollten.
  • Wurden eigentlich die Subventionen für die Kernkraftwerke in den 70ern und zwischendurch schon mal erwähnt?! Wieviel hat sich der Bund an der Kernenergie beteiligt?! Jetzt noch Schadenersatzforderungen geltend zu machen ist wirklich unter der Gürtellinie. Ich finde diese Forderungen wurden mit den Steuergeldern beim Einstieg in die Kernenergie schon abgegolten!
  • Hätte sich der Bund nicht beteiligt, müssten wir heute wohl nicht darüber debatieren.
  • Und unsere Schadenersatzforderungen bei Krebs und Genschäden usw.?! an wen  können wir uns Normalsterblichen Steuerzahler richten? Wer zahlt dann?!
  • Sich immer weiter belügen lassen, kommt einem doch wesentlich teurer zu stehen als endlich umzusteigen. Lieber eine Ende ohne/mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
Zu 2.)
  • Gemäss meiner Interpretation der Aussage von Ch. Wasserfallen, ist ein AKW so lange sicher, bis etwas passiert.
  • Und wer versichert das Restrisiko ?!
  • Was muss denn passieren?! Nochmals sowas wie in Lucens, einfach in freiem Feld?! also Tschernobyl, Fukuschima, Windscale usw. (http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Unf%C3%A4llen_in_kerntechnischen_Anlagen)
  • <Sarkasmus> Is ja nich so schlimm. Man spürt ja nichts. </sarkasmus>

Herr Wasserfallen!
Der Herr Girod hat recht, wenn er behauptet, dass die Kernkraftwerke ersetzbar sind. Die Frage ist einfach in welchem Zeitraum und mit welcher Unterstützung. Ich denke das 10 Jahre realistisch sind. Denken sie mal nach, was hat der Steuerzahler investiert, in die Kernenergie in den letzten 45 Jahren?
Der selbe Betrag sollte doch auch für die Erneuerbaren gesprochen werden! Und Ich finde ab jetzt ist jede Schadenersatzklage und Subvention seitens der AKW-Betreiber strickte abzulehnen.

Herr Girod
Warum gehen den AKW-Gegnern in Politdebatten immer die Argumente aus?
Ich habe gelesen, dass sie Umweltforscher sind. Wenn sie gegen Kernkraftwerke sind, dann schlage ich vor, eine anschauliche Grafik zu erstellen, was uns die KKWs gekostet haben und mit der Endlagersuche weiterhin noch kosten werden.
Und
Was ein Schadensfall (z.B. Explosion) mit Austritt von radioaktiven Stoffen für volkswirtschaftliche Folgen haben wird. Es wäre gut wenn sich endlich eine Lobby für die Erneuerbaren formieren würde!
Und
Es wär schön wenn man dasselbe von den Erneuerbaren tun würde.
Und
Die Parlamentarier scheinen nur die Worte Ausgaben und Einnahmen zu verstehen. Also wäre es doch sinnvoll, sie auf diese Weise zu füttern. Beim Bundesamt für Statistik und in den Geschichtsbüchern, sollten doch zuverlässige Zahlen erhältlich sein, um endlich eine wissenschaftliche, glaubwürdige und für jede Person nachvollziebare Rechnung und Prognosen zu machen?

An beide Herren.
Bitte listen sie mal die Zahlen auf, von denen sie immer sprechen, damit wir (ich) auch mal eine Grundlage zur eigenen Interpretation haben. Siehe einige Fragen hierzu am Anfang von folgendem Post: http://michaelgasser.blogspot.ch/2014/12/arena-sendung-srf-vom-28112014.html

Danke Ihr beiden.

Montag, 8. Dezember 2014

Keine Laufzeitbegrenzung für AKWs – wirklich die richtige Entscheidung?

Hallo Welt

Die Entscheidung, auf eine feste Laufzeitbegrenzung für Kernkraftwerke zu verzichten, wirft grundlegende Fragen auf.

Ehrlich gesagt: Sie überrascht – und irritiert zugleich.

Ein Entscheid mit Folgen

Kernenergie ist kein gewöhnliches Risiko.
Es geht nicht um einen überschaubaren Schaden, sondern im Extremfall um Ereignisse mit langfristigen, kaum kontrollierbaren Auswirkungen.

Gerade deshalb stellt sich eine einfache Frage:

Warum verzichtet man bewusst auf eine klare zeitliche Begrenzung?

Risiko vs. Nutzen

Kernenergie liefert zuverlässig Strom, keine Frage.
Doch die Risiken bleiben:

  • mögliche schwere Störfälle
  • ungelöstes Entsorgungsproblem
  • alternde Anlagen mit zunehmenden Unsicherheiten

Gerade bei älteren Kraftwerken stellt sich die Frage, ob alle sicherheitsrelevanten Komponenten tatsächlich vollständig erneuert werden können – oder ob systembedingte Grenzen bestehen. 

Alternde Anlagen – offene Fragen

Viele Anlagen stammen aus einer Zeit, in der von 25 bis 30 Jahren Betriebsdauer ausgegangen wurde.

Heute spricht man von Laufzeitverlängerungen.

  • Kann wirklich jede sicherheitsrelevante Komponente ersetzt werden?
  • Wo liegen die technischen Grenzen?
  • Wie belastbar sind diese Annahmen langfristig?

Das sind keine Randfragen – das sind Kernpunkte.

Wer trägt das Risiko?

Wenn Kernkraft weiter betrieben wird, dann sollte zumindest eines eindeutig geregelt sein:

Die Betreiber tragen die volle Verantwortung – auch im Extremfall.

Ohne eine solche Regelung entsteht ein Ungleichgewicht:

  • Gewinne werden privatisiert
  • Risiken bleiben bei der Allgemeinheit

Blick nach vorne

Die Schweiz hat die technischen Möglichkeiten:

  • intelligente Netze
  • Speicherlösungen
  • dezentrale Energieerzeugung

Die Frage ist nicht, ob Alternativen existieren – sondern wie konsequent sie verfolgt werden.

Und genau hier wird es emotional

Es geht nicht nur um Technik oder Wirtschaftlichkeit.

Es geht um Verantwortung.
Und um den Mut, Entscheidungen nicht immer weiter hinauszuschieben.

Ein intelligentes Energiesystem statt Einzellösungen

Die zentrale Frage ist nicht nur, ob Kernenergie ersetzt werden kann – sondern wodurch und wie das Gesamtsystem stabil bleibt.

Die Schweiz hätte die Voraussetzungen für ein landesweites, intelligentes Energiemanagementsystem:

  • hohe Netzdichte
  • kurze Wege
  • technologische Kompetenz
  • vorhandene Wasserkraft als Regelenergie

Was damit konkret gemeint ist

Ein solches System wäre kein einzelnes Projekt, sondern die Kombination aus:

1. Dezentraler Erzeugung

  • Photovoltaik (Dächer, Fassaden)
  • Wasserkraft (bestehend, optimiert)
  • ergänzend Wind / Import

2. Speicherintegration

  • Pumpspeicher (heute schon Stärke der Schweiz)
  • Batteriespeicher (dezentral + netzdienlich)
    • Alle Privatbesitzer von PV-Anlagen würden sich zur Einspeiseoptimierung  einen  Netzdienlichen Akku zulegen, wenn dafür die Anreize stimmen.
  • perspektivisch Power-to-Gas

3. Intelligente Steuerung

  • Lastmanagement (z. B. Wärmepumpen, E-Mobilität)
  • zeitvariable Tarife
  • automatisierte Netzregelung

4. Vernetzung

  • Erzeuger, Verbraucher und Speicher werden aktiv koordiniert
  • nicht mehr passives Netz, sondern dynamisches System

Der entscheidende Punkt

Das alles existiert technologisch bereits.

Die Herausforderung liegt nicht in der Technik, sondern in:

  • Regulierung
  • Koordination
  • Investitionsanreizen

Aber: nüchterne Gegenargumente

Hier muss man ehrlich bleiben:

  • Winterlücke: PV liefert im Winter zu wenig
  • Speicherbedarf enorm (saisonal ungelöst)
  • Netzausbau nötig
  • Kosten und Akzeptanz

→ Ein vollständiger Ersatz der Kernenergie ist kein „schneller Umbau“.

Was daraus folgt

Ein realistischer Weg wäre:

  • schrittweiser Ausbau erneuerbarer Systeme
  • parallele Stabilisierung durch bestehende Infrastruktur
  • klare Langfriststrategie statt Einzelentscheidungen

Fazit

Der Verzicht auf eine Laufzeitbegrenzung wirkt wie ein Kompromiss, der Zeit gewinnt – aber keine Lösung schafft.

Gerade deshalb wäre jetzt Klarheit gefragt.

Die Technologien sind vorhanden.
Was fehlt, ist nicht die Fähigkeit – sondern die Konsequenz.

Ein intelligentes Energiesystem entsteht nicht von selbst.
Es entsteht nur, wenn man es politisch will und systematisch umsetzt.

Der Ausstieg aus der Kernenergie ist damit keine Frage der Möglichkeit, sondern der Prioritäten.

Vor diesem Hintergrund stellt sich auch eine Investitionsfrage:

Mittel, die heute in den Erhalt bestehender oder den Neubau von Kernkraftwerken fliessen, könnten alternativ gezielt in den Umbau des Energiesystems investiert werden – etwa in:

  • Netzinfrastruktur und intelligente Steuerung (Smart Grid)
  • Speicherlösungen (zentral und dezentral)
  • flexible Verbrauchsmodelle und dynamische Tarife

Solche Investitionen erhöhen nicht nur die Nachhaltigkeit, sondern auch die Anpassungsfähigkeit des Gesamtsystems.

Gleichzeitig muss man festhalten:
Der Umbau erfordert hohe Anfangsinvestitionen und eine langfristige Strategie. Ein unmittelbarer Ersatz bestehender Kapazitäten ist nicht realistisch.

Dennoch bleibt die grundsätzliche Frage bestehen, ob Kapital eher in die Verlängerung bestehender Strukturen oder in den Aufbau eines zukunftsfähigen Systems fliessen sollte.

Habt Mut zu einem Schritt in die Zukunft!

Dienstag, 2. Dezember 2014

Energiedebatte im Bundeshaus

Hallo lieber Leser

Ich bin ja mal gespannt, was da das Parlament rausbringt. Bis jetzt scheinen alle ausser SVP und FDP klar für die Strategie des Bundesrates zu sein. Das ist ja auch gut so, denn dann passiert auch endlich mal was. Ich hoffe die konservativen Kräfte verlieren zunehmend an Energie, denn das sich etwas ändern muss ist klar.
Wieso prophezeien die Rechten einen Preisanstieg, der für die Haushalte nicht mehr zahlbar sei? Was mir weiter schleierhaft ist, warum wir immer mehr Strom brauchen? Meine saisonal abgerechneten Stromrechnungen wiesen in den letzten 5Jahren, bis auf wenige Ausnahmen, immer ein minus% aus, gegenüber der Vorjahresperiode. Ich habe aber schon bemerkt, dass ich langsam den Boden erreicht habe, deshalb mach ich mich jetzt auf die Suche nach einem günstigen PV-Panel, das ich draussen an den Balkon hängen kann. Mein Reise-Panel nutze ich schon um meine verschiedenen Akkus aufzuladen. Leider reicht dieses kleine Ding nirgends hin mit 5Wp Leistung. Auf meinen Reisen habe ich deshalb auch den Fahrraddynamo zugeschaltet, eine super Sache so ein eigenes, muskelbetriebenes Kraftwerk zu besitzen.
Apropos muskelbetriebenes Kraftwerk; hat sich schon ein Fitnesstudio darüber Gedanken gemacht, die eigene Stromrechnung von den Besuchern entlasten zu lassen? Z.B. die stehenden Fahrräder mit variierbaren Stromgeneratoren ausstatten, statt mit sonstigen künstlichen Bremsen um Steigungen zu simulieren? Das wäre auch bei Rudergeräten möglich. Sicher gäbe es auch noch andere Geräte, welche dazu geeignet wären.

Noch eine Bemerkung von mir zu herr Röstis Aussage vom letzten Sonntag:

Wenn eine Staumauer mal brechen sollte, z.B. alle Grimselmauern, dann ist das sicher sehr schlimm und es gibt einen riesen Schaden und viele Tote. Aber verglichen mit einer Explosion eines AKWs in welchem auch "Betriebsmittel" austritt - welches wir in der Funktion, durchaus mit dem gestauten Wasser vergleichen können - ist der Schaden durch Radioaktivität und Toxizität um ein vielfaches grösser, da die Schadensdauer noch viele Generationen anhält, noch mehr Menschen tötet und  Krankheiten und Genschäden die Menschen jahrhunderte lang dahinsiechen lässt. Zudem würde eine Wasserflut vom Grimsel einfach ein normales Hochwasser in Bern erzeugen und vielleicht wieder das Matte-Quartier überschwemmen. Die Radioaktivität und die hoch toxischen Stoffe von Mühleberg hingegen würden im Wasser mindestens bis Basel reichen und über viele Generationen anhalten, (die Verbreitung über den Luftweg noch gar nicht hinzugerechnet), wohingegen die Überschwemmung vorbei geht und allerspätestens nach 25 Jahren (1Generation) nichts mehr davon zu sehen und spüren ist. Es findet auch keine Schadensverbreitung über die Luft statt bei einem Staumauerbruch.
Also ehrlich herr Röst, vergleichen sie doch mal die "Restrisiken" objektiv. Und auch die Sicherheit von AKWs...... wie Franz Holer sagte, alle 10'000 Jahre könne sowas passieren..... in den letzten 25Jahren ist nun schon der 2. Reaktor in die Luft geflogen! Das waren aber kurze 20'000 Jahre! Können sie sich noch an das Ausmass des Schadens von Tschernobyl erinnern?! Und das von Fukuschima? Die Erben der Geschädigten der beiden Atombomben, haben glaub ich auch immer noch zu kämpfen damit, auch wenn da schon wieder riesen Metropolen aufgebaut wurden. Es bleibt ihnen schliesslich ja auch nichts anderes übrig!
Übrigens herr Rösti... können sie sich noch an Lucense erinnern? Die erste Kernschmelze fand in der Schweiz statt!

Ich persönlich befürworte den Ausstieg aus der Kernenergie. Besser gestern als morgen. Mir ist auch klar, dass dies nicht von heute auf morgen geschehen kann aber bitte sehr bald. Fangen wir doch mit Beznau und Mühleberg an! (Beznau = ältestes AKW Weltweit, das noch in Betrieb ist. http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Beznau)(Mühleberg = das AKW mit den meisten Rissen im Kernmantel)

Sehr zu empfehlen ist die Lektüre von Igor Kostin und dieser Beitrag: http://www.sueddeutsche.de/politik/fotografen-legende-igor-kostin-ueber-tschernobyl-sie-muessten-doch-laengst-tot-sein-1.1073899

Montag, 1. Dezember 2014

Arena, Sendung SRF vom 28.11.2014

Hallo lieber Leser

Wer hat die Sendung gesehen? http://www.srf.ch/news/schweiz/arena-ausstieg-aus-der-atomenergie-oder-doch-nicht
Franz Holer argumentierte ganz in meinem Sinn.
Vielen herzlichen Dank herr Holer für die Objektivität Ihrer Argumente. Sie kamen nicht oft zu Wort, aber wenn Sie etwas gesagt haben, dann mit Gewissen, Verstand und Hand und Fuss.

So habe ich mich mit der Thematik während der Sendung auseinandergesetzt:

Es fielen unter anderem folgende Stichworte:
  • Betriebsdauer AKW?
  • Jod-Tabletten?
  • Restrisiko?
  • Halbwertszeit?
  • Kostenwahrheit?
  • Stromverbrauch CH?
  • Wirtschaftskosten?
Ich würde gerne mal alle diese Zahlen sehen, von welchen unsere Politiker sprechen!
Zum Beispiel:
  1. Strom Import (nebst MW, auch Warum und Stromart*)
  2. Strom Export (nebst MW, auch Warum und Stromart*)
  3. Bandstrom
  4. Spitzenstrom
  5. Schadensmass beim schlimmsten Unfall der entsprechenden Energieerzeuger objektiv und faktisch, über mind. 25 Jahre besser noch 1000Jahre.
  6. Stromanteil Industrie und Privat (verbunden mit Pkt. 1-4)
  7. Kostenwahrheit der Stromerzeuger (inkl. Risikokosten, Erstellungskosten, Quellkosten der Rohstoffe, Kosten im Schadenfall, und bei alldem noch den jeweiligen Kostenträger erwähnen [z.B. Gesundheitskosten])
  8. Anteil der Steuern an den entsprechenden Subventionen

Gemäss Projektmanagement-lehre, stehen die Politiker in der Initialisierungsphase. Aber die Sammlung von Informationen und Zahlen wird zur Zeit ungenügend, wenn nicht sogar saumässig schlecht, betrieben. Falls ich da falsch liege, wird jedenfalls die Öffentlichkeit sauschlecht informiert.

Gemäss dem Moderator ist die Schweiz weitestgehend einzigartig im Bereich Wasserkraftanteil im Strommix....... Gemäss BFE liegt die Schweiz hinter Norwegen, Österreich und Island an vierter Stelle, was die "Wasserstromproduktion" betrifft. Ich finde, mindestens Österreich sollten wir dabei doch überholen können!? also ist da doch noch Potential vorhanden?!

Was die Wirtschaft anbelangt, hätten die Firmen meiner Meinung nach ein riesen Einsparpotential was die Energiekosten anbelangt. Bisher war es einfach zu wenig wichtig an dieser Stelle zu sparen.

Herr Röst! Die Speichermöglichkeiten sind da!:
  1. Wasserstoff
  2. Wasser
  3. Luftdruck
  4. Gasdruck in der Erdgasleitung
  5. Schwungmasse
  6. Chemische Potentiale (Batterien)
  7. ....
Was noch nicht da ist, sind die Managementwerkzeuge um die angesprochenen Fluktuationen sauber zu managen!

Und übrigens Herr Rösti. Sie wären wohl der erste, welcher Gemüse Fleisch und Fisch aus der Präfektur Fukuschima konsumieren würde......

Ich frage mich manchmal: Wer muss eigentlich Energiesparen?! Wenn es für die Unternehmen rentabel ist in diesem Bereich zu investieren, dann werden sie es tun. Dabei meine ich weniger die Unternehmen welche den Strom als Werkzeug zur Erstellung ihres Produktes brauchen (z.B. Stahlherstellung), als z.B. schlecht gedämmte und schlecht "Naturbeleuchtet" Bürogebäude und nächtliche Gebäudebeleuchtung (z.B. Bundeshaus), sowie Leuchtwerbung und dauernd laufende Desktop-Computer, auch wenn man sie nicht benutzt. Ein guter Beitrag dazu ist hier zu finden:
http://www.srf.ch/player/radio/popupaudioplayer?id=470c9327-774e-495c-b66e-edb5f4e3a5e8&starttime=65.853     [Nur noch 1/4 des Stroms wie früher...!]
Es wird auch immer zuviel gemischt mit Energie allgemein und CO2-Problem. Wenn man sich in diesem Thema erstmal objektiv auf die elektrische Energie beschränken würde, käme man schneller zu Resultaten. Das man nebenbei noch die CO2-Emmisionen senken muss, gibt sich automatisch durch das sowieso schon beschlossenen Ziel. Das sollte also nicht mehr angesprochen werden.

Übrigens, die Prophezeihung von "weissnichtmehrwem", dass Strom einmal alle nahezu gratis nutzen können wird sich erfüllen. Aber nicht von der Kernenergie! Hier stimmt einfach die Kostenwahrheit nicht.

Das Schlusswort aus der Runde zu "Stromausfall, was tun?":
Danke F.H. alle andern hätten schweigen können.

*unter "Stromart" ist die Erzeugungsart gemeint

Solartechnologie ist noch lange nicht am Ende!

Hallo lieber Leser

Hier habe ich einen Abriss über die Innovationen in der Solartechnologie gefunden.
http://www.ee-news.ch/de/solar/article/30069/fruechte-der-solarkrise-innovationen-fuer-das-hausdach

Ein schöner Artikel, der Zeigt, dass doch etwas geht auf dem Markt.
Ich persönlich gehe davon aus, dass sich der Solarmarkt bald erholen und zu einem gesunden Wachstum finden wird. Ich meine also, der Boden der "Solarkrise" ist erreicht. Es geht aufwärts.

Dienstag, 18. November 2014

Ein Paar nützliche Links für Abenteurer

 Für Abenteurer, die ohne Motor unterwegs sind, habe ich hier ein paar gute Links, mit kurzen Erklärungen aus meiner Sicht, für nützliches Equipment zusammengetragen.
Gerne füge ich weitere Vorschläge hinzu.

Material:
  1. http://www.goalzero.eu > gute Solarprodukte für unterwegs
  2. http://www.sistech.com > gute Solarprodukte für unterwegs.
  3. http://www.aarios.ch     > Qualitativ hochwertige Fahrräder, gute Beratung
  4. http://www.ortlieb.com > Die besten wasserdichten Radtaschen Weltweit
  5. http://www.primus.eu/   > Die besten Kocher Weltweit
  6. http://www.veloplus.ch > gute Beratung, und viel Equipment, Weltweite Nachsendungen
  7. http://www.transa.ch     > sehr gute Beratung, merklich geschultes und was noch wichtiger ist, erfahrenes Personal
  8. http://www.exped.com/de/products > Ausgezeichnete Zelte, gut durchdachte Konzepte
  9. http://www.bumm.de/   > Neben den Beleuchtungen, ist auch das e-werk sehr empfehlenswert. Ich fahre schon mehrere Jahre damit rum und bin sehr zufrieden.
  10. http://www.rohloff.de/   > Die SpeedHub hab ich jetzt schon seit 6 Jahren und möchte nie wieder anders. Sie ist jeden Rappen (€-cent) wert. Da verzichte ich gerne auf individuell zusammengestellte Ritzel an der Kassette.
    Mein Freund schwört auf Pinion. Diese Schaltung könnte ich mir auch gut vorstellen: https://www.pinion.eu/ . Allerdings lässt sich diese nicht einfach nachrüsten, sondern ist Teil des Fahrradrahmens.
  11. http://www.nabendynamo.de > Ich fahre seit 6 Jahren mit dem Son28 klassik und bin äusserst zufrieden mit dem weltweit besten Wirkungsgrad. Auch hier, diese Nabe ist jeden Rappen (€-cent) wert.
Berichte:
  1. http://www.seithes13.ch
  2. http://www.veloabenteuer.ch
  3. http://www.zweinachshanghai.de
  4. http://www.mountainbike-expedition-team.de/index_d.html

Sonntag, 9. November 2014

Adventure Rooms

Hallo lieber Leser

Heute haben wir in der Schweizer Hauptstadt Bern, ein absolut geniales Spiel erlebt. AdventureRooms. Wir waren 2 Erwachsene mit 4 Kindern (13 / 12 / 11 / 8).
Am Anfang erhielten wir eine Einführung. Eine kleine Geschichte um sich auf das bevorstehende Abenteuer einzustimmen und wie man sich in den Räumlichkeiten zu verhalten hat. Z.B: Gegenstände mit Kreuzen darauf, dürfen so wie sie sind, verwendet werden, jedoch nicht in Einzelteile zerlegt oder nicht abgerissen werden. Es ist nirgends Kraft anzuwenden. Auch auf ein Notsignal wird man aufmerksam gemacht, falls irgendwas schief laufen würde.
Wer das Game Monkey Island kennt und liebt, wird auch AdventureRooms lieben.
Es hat bei uns jeder irgendwann etwas zur Lösung bzw. Findung der notwendigen Codes beitragen können. Auch der Jüngste, und das doch ganz ordentlich. Die Zeit verfloss in rasendem Tempo. Am Schluss blieben nur noch 2 Minuten übrig, als wir alle erleichtert den finalen Ausgang öffnen konnten.
2 Zimmer vollgestopft mit Rätsel. Es gibt verschiedene "einfache Verschlüsselungstechniken" zu entdecken. Seilzüge, Schatzkisten Büchsen ferngesteuerte Autos, Blitzlichter usw. alles trägt irgendwie zur Lösung bei.  Genial umgesetzt. Ein absolutes "muss man erlebt haben".
Mittlerweile kann man dieses Erlebnis in der ganzen Welt finden. USA, Kanada, Spanien, Deutschland, Italien, Griechenland, Russland und sogar im fernen Australien. Und es kommen laufend mehr dazu.
Eine Steigerung dieses einzigartigen Erlebnisses, wäre eine World Chalenge. Dies würde Quasi wie die verschiedenen Landschaften in Monkey Island funktionieren.  In dem man gewisse Elemente, wie Codes, Schlüsselworte oder Rätselstücke, über alle angeschlossenen AdventureRooms benutzen bzw. finden muss um entsprechende Elemente oder Rätsel zu lösen. Die Teams könnten auf verschiedene Arten die Lösungen erarbeiten. Zum Beispiel die entsprechenden Länder selber bereisen oder aber ein internationales Team aufbauen welches über die modernen Kommunikationsmittel miteinander arbeitet oder beides zusammen.
Ich bin ja mal gespannt wie sich diese Sache entwickelt.

WICHTIG: Falls ihr nun auch Lust habt auf einen Besuch, es muss lange im Voraus gebucht werden! Wir hatten Glück und fanden einen freien, passenden Termin schon 2 Monate später. Man muss damit rechnen, bis 6 Monate warten zu müssen.

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Adobe Reader

Hallo lieber Leser


Schon seit geraumer Zeit nutze ich den Adobe Reader um PDF-Dateien zu lesen. Ich finde ihn ein sehr praktisches Tool. Nur haben sie, seit ungefähr 3 Versionen, diese blöden Elemente in der Werkzeugleiste, welche sich nicht deaktivieren lassen.

Hier die selbe Werkzeugleiste im Fenstermodus.
 Alle anderen, sehr nützlichen Werkzeuge, lassen sich beliebig ein- und wieder ausblenden.
Da ich oft im Fenster-Modus arbeite und mehrere Fenster gleichzeitig nebeneinander habe, ist der Balken ziemlich schmal und diese Funktionen überdecken dann alle anderen praktischen Werkzeuge.
Wie entferne ich diese Elemente aus dieser Liste? Oder wie bringe ich diese Elemente von der Werkzeugleiste in die Menüleiste? Da würden sie nämlich nicht stören. Oder deren Erscheinung so ändern, das diese als Symbole erscheinen, so brauchen sie viel weniger Platz.

13:00 added
Ich habe noch ein bisschen rumprobiert. Folgendes habe ich erreicht:
"Werkzeuge" und "Signieren" habe ich wie folgt entfernt.

Alle Schritte beziehen sich auf den Installationspfad vom Adobe Reader.


  1. In   /Reader/Locale/de_DE/Services   die Dateien "DEXEchoSign.asfx" und "DEXShare.asfx" in "DEXEchoSign.asfx.bak" und "DEXShare.asfx.bak" umbenannt.

  2. In   /Reader/Services   die Dateien "DEXEchoSign.spi" und "DEXShare.spi" in "DEXEchoSign.spi.bak" und "DEXShare.spi.bak" umbenannt.
Siehe da, 2 Elemente in der Werkzeugleiste sind weg.


Falls noch jemand eine Idee hat, bitte ich hier um ein kurzes Posting.

Montag, 13. Oktober 2014

Postfinance, neue Oberfläche, mit Problemen

Lieber Leser

Meiner Ansicht nach ist die neue Oberfläche von Postfinance extrem unübersichtlich. Zu allem Überfluss haben sie auch noch Probleme mit der Anzeige (sauberes Laden der Widgets)
Ich begreife nicht warum man jetzt alle Designs ums Verrecken an die mobilen Geräte anpassen muss. Schon bei Windows war das ein Reinfall. Wenigstens konnte man da die Ansicht selbst auf retro stellen, so das die alte Oberfläche wieder zugegen war.
Warum kann man nicht einfach irgendwo auf der Site ein Menü einblenden wo man direkt auf alle Funktionen Zugriff hat und mit einer Abfolge von wenigen logischen Klicks sein Ziel erreicht.
Die Darstellungsprobleme sehen wie folgt aus:
Manchmal treten sie auf und manchmal nicht, und es dauert meist über 20 sec. bis die gewünschte Site komplett aufgebaut ist, wie oben auf dem Bild dargestellt.

Wenn sie wenigstens die Option anbieten würden bis ende Jahr noch die alte Oberfläche nutzen zu können, bis alles reibungslos funktioniert..... !

Gut es ist der erste Tag nach der Umstellung. Aber trotzdem habe ich mehr erwartet!

Edit:18.11.14
Bis jetzt sind die Darstellungsprobleme nicht mehr aufgetreten. Unübersichtlichkeit bleibt aber bestehen. Wenn sie doch wenigstens eine Option zum Ein- und Ausblenden der einzelnen Kacheln anbieten würden, so könnte man ein paar überflüssige Kacheln ausblenden.
Und wenigstens deutlich sichtbar individuell benennen sollte man sie können..... Ich hoffe das gibt sich noch.

Montag, 6. Oktober 2014

Postfinance, neue Teilnahmebedingungen E-Finance

Unglaublich!
Die Postfinance will neue, zusätzliche Dienste anbieten und ändert deshalb die Teilnamebedingungen. Sie fragt garnicht danach ob man diese zusätzlichen Dienste überhaupt will oder nicht. Sie könnte doch Ihre geplanten "Zusatzdienste" einfach in Ihrem Portal anbieten und dann kann man sich da freiwillig registrieren wenn man davon profitieren will und entsprechende Teilnahmebedingungen akzeptieren.
Aber das man dazu gezwungen wird finde ich absolut stossend und diskriminierend, denn wenn man die neuen Bedingungen nicht akzeptiert, wird man einfach von E-Finance ausgesperrt. Jedenfalls wird das einem glaubhaft erklärt mit dem Satz:
Bis anhin war ich ein zufriedener Kunde von Postfinance, das könnte sich allerdings jetzt ändern.

An die Postfinance:
Es reicht! Warum macht ihr quasi "Angebote für Drittanbieter" zur Bedingung einer Teilname an E-Finance?! Ihr verdient ja wirklich schon genug mit unserem Geld, welches Ihr z.B. mit Over-Night-Anlagen nützt um Geld zu machen und uns als Gegenleistung praktisch keinen Zins mehr zahlt. Der Zugang zu meinen Finanzen ist genügend einfach und ich will weder von E-Cockpit noch von den "massgeschneiderten Ageboten" profitieren.
Erstellt doch einfach ein Portal, in welchem man die Zusatzdienstleistungen nur nutzen und in E-Finance integrieren kann wenn man wirklich will. Also eines, das die Aktivität der Nutzer erfordert um mitzumachen und dann eine separate Teilnahmebedingung dafür! Wenn Ihr das gut promotet und wenn das Angebot dann wirklich gut ist, wird das dann ein Selbstläufer und es wird dann auch erfolgreich sein. Aber nicht so! Von meiner Bank erwarte ich Seriosität. Die beginnt Ihr gerade zu verlieren. Macht Ihr wirklich den selben Fehler wie eine andere Bank, die einmal alle Kleinsparer vor den Kopf stiess und darauf hin viel Geld verlor durch Abwanderung gerade dieser  Sparer? Denkt doch einfach daran dass WIR Eure Kunden sind! 1Mio Kunden mit 10.- Guthaben machen auch 10Mio. CHF aus. Ich denke aber, dass weit mehr als 90% Eurer Kunden viel mehr als 10.- Guthaben bei Ihnen parkiert haben. Was geschieht denn, wenn nun 10% oder 20% der Kunden, auf Grund dieses blöden Fehlers, zu anderen Finanzinstituten wechseln würden? Da gingen wohl nicht nur 1'000'000.- oder 2'000'000.- verloren; oder?
Also korrigiert doch diesen Fehler und beginnt mit der Streichung der Punkte 12, 19 und 20 sowie Teilen aus dem Punkt 11  in euren TNB zu E-Finance. Macht meinetwegen eine separate TNB für alle Zusatzservices. So hat der Kunde wenigstens die Wahl.

Übrigens: E-Cockpit brauchen nur Menschen die keine eigene Buchhaltung führen. Ich führe eine und deshalb bin ich auch nicht interessiert an E-Cockpit.

Links:
http://www.konsumentenschutz.ch/themen/zahlungsverkehr
https://www.facebook.com/nein.zum.postfinance.datenmissbrauch

Sonntag, 5. Oktober 2014

Leistungsschutzrecht: Ein Missverständnis mit Ansage


Hallo VG Media
Hallo Christoph Keese

man gewinnt den Eindruck, dass hier nicht ein Marktproblem gelöst wird, sondern ein grundlegendes Missverständnis darüber vorliegt, wie das Internet funktioniert.

Reichweite ist kein Schaden

Google zeigt keine vollständigen Artikel, sondern kurze Ausschnitte – mit einem klaren Ziel: Nutzer auf die Seiten der Verlage zu führen.

Das ist kein Ersatz für Inhalte, sondern ein Zubringer von Lesern.

Wer darin ein Problem sieht, stellt indirekt die eigene Reichweite infrage.

Kontrolle besteht längst

Wenn Inhalte nicht erscheinen sollen, gibt es seit Jahren funktionierende technische Mittel:

  • robots.txt
  • Meta-Tags wie noindex oder nosnippet

Die Frage ist also nicht, ob man kontrollieren kann – sondern warum man es nicht konsequent tut.

Der Widerspruch im Ansatz

Einerseits wird Sichtbarkeit gewünscht.
Andererseits soll genau diese Sichtbarkeit kostenpflichtig werden.

Das läuft auf ein paradoxes Modell hinaus:

  • weniger Auffindbarkeit
  • weniger Besucher
  • weniger Erlös

Ein Mechanismus, der sich selbst schwächt.

Der falsche Hebel

Das Leistungsschutzrecht versucht, Wert dort abzuschöpfen, wo bereits ein Nutzen entsteht: bei der Vermittlung von Lesern.

Das ist in etwa so, als würde ein Verlag vom Kiosk verlangen, für das Auslegen der eigenen Zeitung zu bezahlen – obwohl dieser Kunden bringt.

Was stattdessen fehlt

Die eigentliche Baustelle liegt nicht bei Suchmaschinen, sondern bei den Geschäftsmodellen:

  • einfache Bezahlsysteme fehlen
  • fragmentierte Paywalls schrecken Nutzer ab
  • der Zugang zu Inhalten ist unnötig kompliziert

Hier wäre Innovation gefragt – nicht Regulierung.

Der Vergleich mit dem Kiosk drängt sich auf:

Ein Kiosk bezahlt nicht dafür, Zeitschriften auszulegen – im Gegenteil, er erhält eine Provision für den Verkauf.

Suchmaschinen erfüllen eine ähnliche Funktion:
Sie vermitteln Leser auf die Angebote der Verlage – ohne dafür eine Gegenleistung zu verlangen.

Warum sollte genau dieser Mechanismus plötzlich kostenpflichtig werden?
Und warum gleichzeitig erwartet werden, dass Suchmaschinen die Inhalte weiterhin listen?

Der Ansatz wirkt widersprüchlich:

  • Reichweite soll erhalten bleiben
  • gleichzeitig soll sie monetarisiert werden

Dabei wird erheblicher Aufwand in juristische Durchsetzung investiert, statt in die Entwicklung tragfähiger digitaler Strategien.

Gerade vor diesem Hintergrund erscheint das Engagement von Christoph Keese für das Leistungsschutzrecht zumindest erklärungsbedürftig – insbesondere wenn parallel eigene Aggregations- oder Plattformideen im Raum stehen.

Fazit

Das Leistungsschutzrecht wirkt weniger wie eine Lösung, sondern eher wie ein Versuch, ein ungelöstes Problem umzuleiten.

Die entscheidende Frage bleibt:

Wie wird Journalismus im digitalen Raum finanziert, ohne die eigene Sichtbarkeit zu beschädigen?

Solange darauf keine überzeugende Antwort vorliegt, bleibt jede regulatorische Maßnahme ein Risiko – insbesondere für die Verlage selbst.

Quellen und weiterführende Artikel:
http://www.zeit.de/digital/internet/2014-09/leistungsschutzrecht-telekom-1und1-reagieren
http://www.zeit.de/digital/internet/2014-10/leistungsschutzrecht-google-kuerzt-snippets-vg-media
http://www.stefan-niggemeier.de/blog/19058/leistungsschutzrecht-wirkt-mehrere-suchmaschinen-zeigen-verlagsseiten-nicht-mehr-an/
http://www.wsj.de/nachrichten/SB10001424052702303800604580074833020489738

Freitag, 8. August 2014

BIOS über SPI flashen "Via Artigo A2000"

Hallo lieber Leser

Heute hatte ich eine ein Erfolgserlebnis.

Vor 2 Jahren hatte ich über WindowsXP ein BIOS-Update vorgenommen. Dabei ist mir ein Fehler unterlaufen und nach einem Reboot ging nichts mehr, ausser der Prozessorkühler.
Ich habe das komplette Barebone-system an den Lieferanten zurück geschickt. Nach einiger Zeit kam es zurück mit dem Vermerk, dass alles in bester Ordnung sei... Ich schloss alles Notwendige an und stellte fest, dass alles so war wie vor dem Versand. Meine Schlussfolgerung daraus, "Der Lieferant ist unfähig.." .  Darauf habe ich es beim Hersteller selbst versucht und erfahren, dass sie nur Lieferungen von den autorisierten Händlern annehmen.

So dachte ich,  "Mach dich schlau und forsche nach! Google ist dein Freund!"
Schon bald stellte ich fest, es gab schon diverse ähnliche Fälle.
Bisher hatte ich aber keine Zeit und nun habe ich mich anfang Woche daran gemacht.

Und zwar so:
  1. BIOS-Chip am Mainboard lokalisieren
  2. Chiptyp ablesen und Chipinformationen besorgen
  3. Bei http://www.biosflash.com nachfragen
    -Hier kannst du schon erfolgreich sein. Für mich hatte er jedoch keine Lösung.
  4. Schauen ob eine SPI-Schnittstelle auf dem Mainboard vorhanden ist.
    - super bei mir hats sowas
  5. Mainboard-Dokumentation herunterladen und die PIN-Definitionen des SPI-Pinheaders in Erfahrung bringen.
  6. Ev. mit Ohmmeter prüfen ob die Angaben der Mainboarddoku mit dem BIOS-Chiplayout aus der Chipdoku übereinstimmt.
  7. Einen PC finden mit Parallel-Port (LPT1) (Das ist nicht leicht ausser man hat noch irgendwo ne alte Kiste rumstehen)
  8. Stabile Spannungsquelle suchen, welche die Speisespannung des Chips ermöglicht
    Bei mir 3.3V
  9. Kabel löten:
    Ich habe ein altes Druckerkabel zerschnitten und, mangels Stecker für die Pins auf dem Mainboard, die Enden richtig an den Mainboard-Pins angelötet. Das ist unterschiedlich von Hersteller zu Hersteller.
    • LPT Pin 7, 8, 9, 10, 18
      JSPI Pin 3, 4, 6,  5,   2     Pin1 mit +3.3V und Pin2 mit GND verbunden
    • Zu beachten gilt LPT to SPI
       7  = CS#
       8  = SCK (CLK)
       9  = MoSi
      10 = MiSo
      18 = GND
    9 + 10 sind die eigentlichen Datenkanäle und in ihrer Richtung fix definiert.
    MoSi = Master out, Slave in
    MiSo = Master in, Slave out
      In unserem Fall ist der Bios-Chip der Slave.
  10. überall wird vorgeschlagen mit Dos zu arbeiten. Ich hatte auf dem alten PC noch WinXP drauf und habe darauf mit Erfolg mit dem DOS-Fenster (Eingabeaufforderung) gearbeitet.
  11. Downloaden und entpacken des Programms "spipgm".
    Achtung es gibt mind. 3 verschiedene Versionen. Ich hatte Erfolg mit spipgmW.  Es gibt noch das spipgm2 und spipgm. Hier biete ich die 3 von mir gefundenen Versionen ohne Gewähr zum Download.
  12. Software in möglichst niedrigen Ordner entpacken. Ich habe die SW in "C:\spipgm\" entpackt.
  13. Mit den Dos-Komandos in der Eingabeaufforderung in den Ordner navigieren.
  14. spipgmw   [enter]
  15. Parallelkabel einstecken und Stromquelle starten
  16. spipgmw /i    [enter]
    jetzt sollte da  in der 2. Zeile nach "type" etwas anderes als ffffffh stehen. Wenn ffffffh steht, alle Schritte von 1-16 nochmals durchgehen und ev. ein anderes spipgm probieren, Datenpins tauschen, usw.
  17. Zur Sicherheit
    spipgmw /d altesbios.bin [enter] (oder je nach BIOS-Datei auch eine andere Endung)
  18. spipgmw /u  [enter] 
  19. spipgmw /e  [enter]  (löscht den Chip)
  20. spipgmw /u  [enter] 
  21. spipgmw /s biosdatei.bin  (wobei die "biosdatei.bin" deine vorher downgeloadete version deines Mainboardes ist und sich somit auch anders nennen kann)
  22. Warten bis das Program fertig geschrieben hat.
  23. Alles was du zur Programmierung benutzt hast vom Mainboard entfernen, alle notwendigen Geräte für den Betrieb anschliessen. (Power supply, Bildschirm, Keyboard) und einen Start wagen. Wenn das BIOS korrekt startet, kann man den PC ausschalten und nun komplett zusammenbauen. Jetzt sollte alles ordnungsgemäss funktionieren.
  • Mein bearbeitetes System war ein VIA Artigo A2000 mit dem Mainboard N701.
  • Das BIOS war ein AWARD BIOS
  • Mein BIOS Chip war ein 25P40VP (das war kaum lesbar, ev. hatte es noch ein M vorangestellt) SPI 4/8 Mbit flash memory


Mein Dank geht an MylesGray.com
und www.aetherwide.comfccps.cz; mondotech.blogspot.com
und Wikipedia; Google

Bilder

Auf dem Bild sind die Datenkanäle noch vertausch, also falsch angeschlossen.
Ist: 5 zu 9 und 6 zu 10; Soll: 6 zu 9 und 5 zu 10