Freitag, 8. August 2014

BIOS über SPI flashen "Via Artigo A2000"

Hallo lieber Leser

Heute hatte ich eine ein Erfolgserlebnis.

Vor 2 Jahren hatte ich über WindowsXP ein BIOS-Update vorgenommen. Dabei ist mir ein Fehler unterlaufen und nach einem Reboot ging nichts mehr, ausser der Prozessorkühler.
Ich habe das komplette Barebone-system an den Lieferanten zurück geschickt. Nach einiger Zeit kam es zurück mit dem Vermerk, dass alles in bester Ordnung sei... Ich schloss alles Notwendige an und stellte fest, dass alles so war wie vor dem Versand. Meine Schlussfolgerung daraus, "Der Lieferant ist unfähig.." .  Darauf habe ich es beim Hersteller selbst versucht und erfahren, dass sie nur Lieferungen von den autorisierten Händlern annehmen.

So dachte ich,  "Mach dich schlau und forsche nach! Google ist dein Freund!"
Schon bald stellte ich fest, es gab schon diverse ähnliche Fälle.
Bisher hatte ich aber keine Zeit und nun habe ich mich anfang Woche daran gemacht.

Und zwar so:
  1. BIOS-Chip am Mainboard lokalisieren
  2. Chiptyp ablesen und Chipinformationen besorgen
  3. Bei http://www.biosflash.com nachfragen
    -Hier kannst du schon erfolgreich sein. Für mich hatte er jedoch keine Lösung.
  4. Schauen ob eine SPI-Schnittstelle auf dem Mainboard vorhanden ist.
    - super bei mir hats sowas
  5. Mainboard-Dokumentation herunterladen und die PIN-Definitionen des SPI-Pinheaders in Erfahrung bringen.
  6. Ev. mit Ohmmeter prüfen ob die Angaben der Mainboarddoku mit dem BIOS-Chiplayout aus der Chipdoku übereinstimmt.
  7. Einen PC finden mit Parallel-Port (LPT1) (Das ist nicht leicht ausser man hat noch irgendwo ne alte Kiste rumstehen)
  8. Stabile Spannungsquelle suchen, welche die Speisespannung des Chips ermöglicht
    Bei mir 3.3V
  9. Kabel löten:
    Ich habe ein altes Druckerkabel zerschnitten und, mangels Stecker für die Pins auf dem Mainboard, die Enden richtig an den Mainboard-Pins angelötet. Das ist unterschiedlich von Hersteller zu Hersteller.
    • LPT Pin 7, 8, 9, 10, 18
      JSPI Pin 3, 4, 6,  5,   2     Pin1 mit +3.3V und Pin2 mit GND verbunden
    • Zu beachten gilt LPT to SPI
       7  = CS#
       8  = SCK (CLK)
       9  = MoSi
      10 = MiSo
      18 = GND
    9 + 10 sind die eigentlichen Datenkanäle und in ihrer Richtung fix definiert.
    MoSi = Master out, Slave in
    MiSo = Master in, Slave out
      In unserem Fall ist der Bios-Chip der Slave.
  10. überall wird vorgeschlagen mit Dos zu arbeiten. Ich hatte auf dem alten PC noch WinXP drauf und habe darauf mit Erfolg mit dem DOS-Fenster (Eingabeaufforderung) gearbeitet.
  11. Downloaden und entpacken des Programms "spipgm".
    Achtung es gibt mind. 3 verschiedene Versionen. Ich hatte Erfolg mit spipgmW.  Es gibt noch das spipgm2 und spipgm. Hier biete ich die 3 von mir gefundenen Versionen ohne Gewähr zum Download.
  12. Software in möglichst niedrigen Ordner entpacken. Ich habe die SW in "C:\spipgm\" entpackt.
  13. Mit den Dos-Komandos in der Eingabeaufforderung in den Ordner navigieren.
  14. spipgmw   [enter]
  15. Parallelkabel einstecken und Stromquelle starten
  16. spipgmw /i    [enter]
    jetzt sollte da  in der 2. Zeile nach "type" etwas anderes als ffffffh stehen. Wenn ffffffh steht, alle Schritte von 1-16 nochmals durchgehen und ev. ein anderes spipgm probieren, Datenpins tauschen, usw.
  17. Zur Sicherheit
    spipgmw /d altesbios.bin [enter] (oder je nach BIOS-Datei auch eine andere Endung)
  18. spipgmw /u  [enter] 
  19. spipgmw /e  [enter]  (löscht den Chip)
  20. spipgmw /u  [enter] 
  21. spipgmw /s biosdatei.bin  (wobei die "biosdatei.bin" deine vorher downgeloadete version deines Mainboardes ist und sich somit auch anders nennen kann)
  22. Warten bis das Program fertig geschrieben hat.
  23. Alles was du zur Programmierung benutzt hast vom Mainboard entfernen, alle notwendigen Geräte für den Betrieb anschliessen. (Power supply, Bildschirm, Keyboard) und einen Start wagen. Wenn das BIOS korrekt startet, kann man den PC ausschalten und nun komplett zusammenbauen. Jetzt sollte alles ordnungsgemäss funktionieren.
  • Mein bearbeitetes System war ein VIA Artigo A2000 mit dem Mainboard N701.
  • Das BIOS war ein AWARD BIOS
  • Mein BIOS Chip war ein 25P40VP (das war kaum lesbar, ev. hatte es noch ein M vorangestellt) SPI 4/8 Mbit flash memory


Mein Dank geht an MylesGray.com
und www.aetherwide.com;  fccps.cz; mondotech.blogspot.com
und Wikipedia; Google

Bilder

Auf dem Bild sind die Datenkanäle noch vertausch, also falsch angeschlossen.
Ist: 5 zu 9 und 6 zu 10; Soll: 6 zu 9 und 5 zu 10










Donnerstag, 14. November 2013

1:12 Initative

Im Radio habe ich eine Reportage gehört:
Ein Führungsmitglied eines schweizer Fussballvereins erklärte, dass z.B. ein Fussballspieler wie  X, Z und Y heute schon deutlich mehr als das 12fache verdienen wie eine Angestellte in der Wäscherei des Clubs.
Ich finde das einfach schlecht, das in einem Sportclub jemand so viel verdient (vom Club ausbezahlter Lohn). Ein Spieler ist ja Teil des Clubs und ist doch auch für dessen Fortbestand verantwortlich?!
Klar, leben muss er ja noch können, das liegt schon im Interesse des Clubs, aber dazu reicht ja wohl das 12fache eines Lohnes eines Angestellten in der Wäscherei! oder? Wie er nebenbei noch zusätzlich verdient. z.B. mit Merchandising und Werbeverträgen, ist dann seine Sache.
Auch der Club-Sponsor will sein Sponsoring bezahlt haben! Wie tut er das? Es wird in den  Produktpreis einberechnet. Wer bezahlt den?
Genau gleich sieht es aus bei anderen Unternehmen in der Marktwirtschaft.

Warum sollte eine Firma bei Annahme der Initiative, ihren Sitz ins Aussland verlegen????
Ich denke, das Gegenteil wird der Fall sein. Denn die Schweiz kann so attraktiver gemacht werden, da die Lohnsummen im Verhältnis zum nahen Ausland (umgerechnet auf den Lebensstandard), im gesamten kleiner ausfallen.

Will ein Manager mehr Lohn so wird er bei Annahme der Initiative verpflichtet gleichzeitig das Niveau des niedrigsten Lohnes anzuheben. Will er 12000.- Fr. mehr, erhalten die Arbeiter der niedrigsten Lohnklasse im Unternehmen je 1000.- mehr. Die Lohnschere erhält hier einen sehr wirkungsvollen Dämpfer. Selbst wenn die Niedriglöhne ausgelagert werden. Denn die ausgelagerten Arbeitsstellen sind vielleicht auch Kunde/Käufer des Produktes der Firma für welche sie die "Niedriglohnarbeit" ausführen und werden dann auch ihren Produktpreis erhöhen müssen.

Des Weiteren wird so die Kaufkraft der weniger verdienenden Menschen erhalten, wenn nicht sogar gestärkt:
"Kurzgespräch"
- Ein hoher Lohn muss ja von einem Unternehmen finanziert werden!
- Und wie machen die das?
- Es wird in die Produktpreise des Unternehmens miteingerechnet!
- Wer bezahlt das?
- Der Kunde/Käufer also du und ich!
- Was bedeutet das?
- Jeder Rappen, der mehr verdient wird muss bezahlt werden. Da Arbeiter mit kleinem Einkommen, sich plötzlich gewisse Dinge nicht mehr leisten können, und diese Sorte von Arbeitern immer grösser wird, kann die Firma plötzlich nur noch ungenügenden oder keinen Umsatz mehr machen und muss sparen. (Wo?) Als erstes im Bereich der Niedriglöhne in ihrem Unternehmen. Die erhalten dann gar keinen Lohn mehr, werden entlassen und können sich NICHTS mehr leisten. Der "Manager schneidet sich mit einem hohen Gehalt also selbst den Ast ab. Zwar geschieht das sehr sehr sehr langsam (weil die Grossverdiener ja auch konsumieren, und die Niedriglöhner einfach mehr Jobs [Jobs gibt es auch nicht endlos viele] annehmen und so ihren  Lohn wieder aufbessern) aber es findet statt.
- Das sehen aber die hohen Gehälter nicht so!
- Deshalb wird es Zeit dem einen Riegel zu schieben. Stimme 1:12 JA. Setze ein Zeichen für die soziale Gerechtigkeit und auch zur Stärkung des Marktplatzes Schweiz.



NB: Die Steuererhebung dient nicht nur zur Finanzierung des Verwaltungsaparates von Gemeinde, Kanton und Land. Es dient auch zum Ausgleich zwischen Arm und Reich und trägt so zum sozialen Frieden in der Nation bei! Auf zum Kampf der Flatrate-Steuer!

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Mühleberg vom Netz

Erst 2019 vom Netz?!! Das Gelände würde sich eignen für z.B. Druckluftspeicher-Kraftwerk, um alternativenergie-Fluktuationen zu glätten.  Wir brauchen definitiv keinen Atommüll und Strahlungsrisiken aus der Stromproduktion mehr! Raus aus der Kernspaltung, bitte!!!!

Donnerstag, 22. August 2013

Die sichere "Private Cloud"

Auf Wikipedia wird es schön beschrieben, was mit "Cloud-Computing" gemeint ist:
http://de.wikipedia.org/wiki/Cloud-Computing

In den letzten Tagen wurde viel über den amerikanischen Geheimdienst und seine Machenschaften berichtet. Überall steht nun die Frage über die Datensicherheit im Raum. Nun ist es von Land zu Land verschieden wie sowas gesetzlich geregelt ist. In Amerika zum Beispiel können Firmen via einen geheimen "National Security Letter" zur Herausgabe aller gewünschten Daten gezwungen werden. Siehe die Firma Lavabit, die daraus die Konsequenzen zog und ihren Service schloss.
Meine und wohl auch die Frage von vielen Menschen, wie weit sich nun die NSA schon Datenzugang verschafft haben könnte, bleibt offen. Auch Deutschland und England tauchen in diesem Zusammenhang immer wieder in den Medien auf.

Es gibt mittlerweile viele Firmen die einen öffentlichen Cloud-Service anbieten. Und viele haben ihren Rechtssitz und ihre Daten und Server in den USA: Google, Yahoo, Apple, Microsoft, Facebook, Amazon, AOL ...... um nur einige zu nennen.
Gerade viele kleine Unternehmen nutzen deren Dienste, weil sie sehr günstig zu haben und relativ flexibel sind. Dabei sollte sich aber jede Firma bewusst sein, dass ihre Daten nicht mehr ganz unter ihr Hoheitsrecht gehören, wenn sie solche Dienste nutzen. Verträge hin oder her.
Dabei gibt es Alternativen zu Cloud-diensten aus dem Internet. Zum Beispiel sich eine eigene Cloud, eine sogenannte "Private Cloud" einzurichten. Diese Cloud kann dann auch im eigenen Unternehmen, auf eigenen Servern gehostet werden und untersteht somit dem Recht vom Ort an dem sie, bzw die Server sich befinden. Sie ist somit direkt unter der Kontrolle der Firma und kann eigentlich nur noch durch Viren, Hacker oder eigene Mitarbeiter kompromittiert werden. Das ist ja auch schon ein genügend hohes Risiko.
Um auch den Umfang der Personen (Mitarbeiter) einzuschränken, welche physischen Zugriff zu den Systemen haben, werden meist Computerräume, so genannte Rechenzentren (RZ), gebaut die mit einem Zutrittsregelsystem ausgerüstet sind. Da für einen Bau eines solchen RZ sehr hohe Kosten entstehen, aber vielleicht nicht einmal ein halb gefülltes Rack zu schützen ist, ist das für kleine und mittlere Unternehmen oft schon das erste Hindernis und Grund genug auszulagern.

Sowohl Software für eine "Private Cloud" als auch Software zur Verschlüsselung von Daten gibt es genug, kommerzielle und freie.
Ein RZ zu bauen ist heute auch nicht mehr nötig.
Zum Beispiel mit dem ValueShelter der Firma Ergatec AG aus der Schweiz, verfügt der Markt nun eine preisgünstige Alternative zum Bau eines Rechenzentrums oder genügend geschützen IT-Raumes und wird mit einer relativ kurzen Lieferfrist, schlüsselfertig geliefert. Auf Wunsch sogar mit eingebauter neuer Hardware. Der Wert dieses ValueShelters muss auch nicht in 4 Jahren schon abgeschrieben sein, wie das mit Computerhardware so üblich ist, sondern er hat einen bleibenden Wert und kann bei einem Standortwechsel der Firma einfach mitgenommen oder im Bedarfsfall auch weiterverkauft werden. Er ist, wie ein grosses RZ, auch für den Brandfall gerüstet, die gewünschte Klimatisierung wird schon mitgeliefert und ist im Preis enthalten. Wer dann die Softwarekonfiguration einer solchen Cloud scheut, hat immer noch die Möglichkeit die Installation und Wartung von einer spezialisierten, externen Firma erledigen zu lassen.

Links für mehr Informationen:
www.ergatec.com
www.gbsec.ch

Mittwoch, 21. August 2013

1 Woche Velotour ans Mittelmeer

Jee. Schon bald gehts los und ich drück wieder in die Pedalen.
Start 21.September.
Bestellt wurde schönes und mildes Wetter. Ich hoffe es wird auch pünktlich geliefert.
Und sonst werden wir trotzdem fahren.  :-)

Dienstag, 20. August 2013

Abhörskandal NSA - Snowden

Ob Snowden wirklich das Richtige tat?
Meiner Ansicht nach auf jedenfall. Es geht nicht an dass eine Regierung die auf demokratischer Basis funktioniert, ihre Möglichkeiten und Fähigkeiten vor dem Volk versteckt. Dass die beauftragten Geheimdienste nicht über gewisse Inhalte sprechen dürfen, leuchtet mir ein und ist auch legitim. Aber der Staat und das Volk sollten über Möglichkeiten und Umfang des entsprechenden Geheimdienstes im Klaren sein und es MUSS gesetzlich vom Volk akzeptiert und geregelt sein.

Das LavaBit schliessen musste auf Druck der NSA, zeugt von emozionaler Schwäche seitens des Geheimdienstes.
Zu welchem Zweck existiert zum Beispiel ein geheimes Gericht, welches über alle Köpfe hinweg selber Gesetze erlassen kann, welche sogar verfassungswiddrig sind bzw. sein können? Warum darf niemand erfahren wer ein NSL (national security letter) erhalten hatte? Eigentlich sollten alle Bürger welche einen solchen erhalten, sich über diese Bestimmung hinwegsetzen und einen Erhalt dessen bestätigen, ganz im Sinne des "Zivilen Ungehorsams".
Früher hatte man nach Russland und Nazideutschland geschaut und über den KGB, die Stasi und SS und deren Methoden gewettert. Allen voran die USA. Was tun diese jetzt selber? Und alles im Namen der Sicherheit. Wann lernen solche Staaten die Freiheit zu beschützen anstatt zu beschneiden? Warum wird Macht immer missbraucht?
Die NSA sollte jetzt einen Schritt weiter gehen und ihre Fähigkeiten offen kommunizieren, nur so können sie wieder Vertrauen herstellen.

Etwas anderes sollte nun im InterNetz geschehen und zwar 2 Dinge: 1. Sollte auch der breiten Masse die Möglichkeit zu Spionageprogrammen ermöglicht werden und 2. der Schutz der Privatsphäre durch Verschlüsselung viel verbreiteter wahrgenommen und ermöglicht werden.
Das LavaBit, welches genau das 2. ermöglichte, schliessen musste, ist einfach eine Frechheit und Machtmissbrauch seitens NSA und sollte durch die Regierung auf keinen Fall noch geschützt werden. Wenn ein Unternehmen gegen seine eigenen Richtlinien verstossen muss, ist es nicht mehr glaubwürdig. Die Geheimdienste sollten nach anderen Mitteln als der Erpressung suchen um zu den gewünschten Informationen zu gelangen. Wie wird Erpressung eigentlich bestraft in den USA? die NSA sollte hier nicht ausgenommen sein. Ansonsten wird ein Rechtsfreier Raum geschaffen, der allen Kriminellen es erlaubt, offiziell tun und lassen können wie es ihnen passt. Ich stelle mir einen Stellenbeschrieb der NSA folgendermassen vor:

Suchen sie einen Weg auf legaler Weise kriminell zu sein? 
Dann sind sie bei uns richtig!
Es wird täglich Ihre Aufgabe sein das Recht im Namen der Staatssicherheit zu brechen und Ihre Macht voll und ganz auszuspielen. beeinflussen sie Politik, Wirtschaft und Militär auf der ganzen Welt! Alles was Sie zur Ausübung ihres Berufes brauchen wird Ihnen zur Verfügung gestellt. Einzige Bedingung ist eine ABSOLUTE VERSCHWIEGENHEIT niemand darf wissen was Sie wirklich arbeiten. Eine Vergangenheit als Hacker (Black Hat) ist von Vorteil.

Das Internet darf wohl kein rechtsfreier Raum darstellen, weder für Kriminelle Organisationen und Personen noch für Staaten und deren Geheimdienste.
Die Privatsphäre muss aber dennoch gewahrt, geachtet und auch garantiert werden können.

Ich würde Snowden in der Schweiz Asyl anbieten...... (Neutralität hin oder her)